Holzchopfgspröch
Bevor die Späne fliegen, suchen wir das Gespräch!
Über 80 Personen haben sich am Abend des 10. Februars auf Einladung von Lignum Holzkette St.Gallen in der Schüür in Brunnadern zusammengefunden.
Benedikt Würth, Regierungsrat Volkswirtschaftsdepartement SG führte in seinem Referat in das Thema "Lebensraum Wald unter Druck" ein.
Benedikt Heeb, Lignum Holzkette St.Gallen, moderierte anschliessend die Diskussion zwischen den vier Interessenvertretern und dem zuständigen Regierungsrat.
Christine Bolt, Direktorin Toggenburg Tourismus
Markus Ritter, Präsident St.Galler Bauernverband
Oskar Trunz, Präsident St.Gallischer Jägerverein Hubertus
Thomas Brandes, Regionalförster Waldregion Sargans
Ergänzt wurden die verschiedenen Voten durch Fragen und Bemerkungen aus dem interessierten Publikum.
Bei Suppe und Wurst und vielen bilateralen Gesprächen fand der Abend seinen Ausklang.
Prix Lignum 2012 – Ihre Projektteilnahme
Der Prix Lignum 2012 zeichnet den besonders hochwertigen und zukunftsweisenden Einsatz von Holz in Bauwerken, im Innenausbau, bei Möbeln und künstlerischen Arbeiten aus. Dabei werden interessante, innovative, originelle und zukunftsweisende Auseinandersetzungen mit Holz gefördert und bekannt gemacht. Der Preis wird in fünf Grossregionen der Schweiz vergeben. Erstmals werden zudem aus den regionalen Gewinnern drei nationale Preisträger in den Kategorien Gold, Silber und Bronze gekürt.
Alle Informationen und Projektdetails finden Sie unter: www.prixlignum.ch .
Die Lignum Holzkette St.Gallen freut sich, wenn möglichst viele Anmeldungen aus der Region Ostschweiz eingehen. Wir sind sicher, dass das grosse Reservoir von Holzanwendungen in der Ostschweiz auch gute Chancen hat, beim Prix Lignum 2012 erfolgreich zu sein. Gerne unterstützen wir Sie auch bei der Einreichung Ihrer Projekte.
Ressourcenpolitiken Holz der Kantone – Auslegeordnung und Erkenntnisse für die Weiterentwicklung der nationalen Ressourcenpolitik Holz des Bundes
In der Ressourcenpolitik Holz des Bundes werden die Kantone explizit genannt, und es wird auf die Herausforderung der Verbundaufgabe von Bund und Kantonen hingewiesen. Deshalb stellt sich die Frage, was der Bestand von Politiken zur Förderung der Wertschöpfungskette Holz auf der Ebene der Kantone ist und wie sich deren Umsetzung darstellt. Weiter interessierte das Bundesamt für Umwelt, wie bekannt und akzeptiert Ressourcenpolitik und Aktionsplan Holz des Bundes bei den Akteuren in den Kantonen sind.
Für die vorliegende Untersuchung wurden ein mehrstufiges Vorgehen und eine Kombination verschiedener Methoden gewählt: In der explorativen Phase wurden Interviews mit Experten geführt und diverse Dokumente analysiert. In einer zweiten Phase wurde in einem ersten Schritt bei den kantonalen Forstdiensten von ausgewählten zehn Kantonen eine schriftliche Umfrage durchgeführt. In einem zweiten Schritt wurden leitfadengestützte Interviews mit Akteuren in diesen zehn Kantonen geführt, die Aktivitäten in der Wertschöpfungskette Holz umsetzen. Die dritte Phase diente der Synthese der Erkenntnisse der beiden Phasen und der Formulierung von Empfehlungen.
Für die Umsetzung von Massnahmen zur Förderung der Wertschöpfungskette Holz kommt ein breites Set von Instrumenten zur Anwendung. Wobei je nach Element der Wertkette bei Art und Zahl eingesetzter Instrumente grosse Differenzen bestehen. Bei der Zusammenarbeit der Akteure zeigt sich, dass erstens die kantonalen Forstdienste trotz einer gewissen Zurückhaltung beim Einbezug von Akteuren eine wichtige Rolle bei der Vernetzung spielen. Zweitens erweisen sich die regionalen Arbeitsgemeinschaften von Lignum – Holzwirtschaft Schweiz als zentrale Plattformen für die Förderung der Wertschöpfungskette Holz.
Die Ergebnisse zur Bekanntheit und Akzeptanz von Ressourcenpolitik und Aktionsplan Holz sind ernüchternd. Ausser bei den Akteuren der Waldwirtschaft und teilweise im Energiesektor scheinen die nationale Politik und deren Umsetzung (noch) wenig bekannt zu sein. Aufgrund der geringen Bekanntheit vor allem gegen das Ende der Wertschöpfungskette ist die Akzeptanz bei diesen Akteuren schwierig abzuschätzen. Sie wird zum Teil als kritisch betrachtet.
Was sind die Herausforderungen bei der Förderung der Wertschöpfungskette Holz? Je nach befragter Akteurgruppe fällt die Einschätzung zum Teil anders aus. Ein wichtiger Faktor ist die grosse Zahl und Heterogenität der Akteure, der damit verbundenen Strukturen und vor allem der unterschiedlichen Interessen. Das Engagement sowohl von Akteuren (Akteurgruppen) als auch von wichtigen Einzelpersonen ist von grosser Relevanz. Betreffs Kapazitäten (Personal, Finanzen und Know-how) ergibt die Untersuchung ein positives Bild. Verbesserungspotenzial besteht bei der Vernetzung der Akteure der Wertschöpfungskette Holz. Netzwerke spielen eine zentrale Rolle als Austauschplattformen, die zum Erreichen des notwendigen Konsenses beitragen und die Interessen der (Markt-)Akteure bündeln und als Organisation zur Planung und Realisierung gemeinsamer Aktivitäten. Mit Lignum – Holzwirtschaft Schweiz und deren regionalen Arbeitsgemeinschaften sowie Holzenergie Schweiz und deren regionalen Organisationen verfügt die Wald- und Holzwirtschaft fast flächendeckend über etablierte Netzwerke.
Basierend auf den Erkenntnissen dieser Untersuchung formulieren wir sechs Empfehlungen:
1. Der Bund soll stärker eine Vorbildfunktion wahrnehmen in Bezug auf die Information und den Endverbrauch von Holz.
2. Die Reichweite und Akzeptanz von Ressourcenpolitik und Aktionsplan Holz des Bundes ist zu verbessern.
3. Regionale Netzwerke der Wertschöpfungskette Holz sind besser zu unterstützen.
4. Auf der Ebene der Kantone sind bei sich bietender Gelegenheit Grundlagen zu erarbeiten, die die Förderung der Wertschöpfungskette Holz systematisch und integriert betrachten.
5. Die Akteure des Energiesektors sind stärker zu integrieren.
6. Zu den Waldentwicklungsplänen ist in Bezug auf Holzproduktion und Förderung der Wertschöpfungskette Holz eine Wirkungsanalyse durchzuführen.
Kampagne Stolz auf Schweizerholz gestartet
Die Kampagne startete - begleitet von einer Medienmitteilung - am 31. Oktober 2011 mit TV-Spots in allen drei Landessprachen. Im Februar 2012 folgt ein Plakataushang mit Aussagen zur Holzverwendung. Auf die nächste Holzereisaison hin gibt es ab September 2012 eine zweite Welle. Für die Holzernte im Wald steht ab sofort ein Set mit einer wetterfesten Infotafel, Flyern sowie eine Schablone zur Verfügung, mit der sich Bäume und Holzstapel kennzeichnen lassen. Damit die Kampagne auch direkt am Holzschlag oder im Holzbetrieb Wirkung entfalten kann, sind wir auf die Unterstützung aus der Praxis angewiesen. Material für den Arbeitsplatz kann übers Internet bestellt werden.
Datenbank Kennwerte Holzwerkstoffe
Der Aufbau einer Datenbank mit bauphysikalischen Materialkennziffern (Thermo- und Feuchtedynamik) für Holzwerkstoffe ist abgeschlossen und online.
Beim Einsatz von Holzprodukten im Bauwesen spielen deren Eigenschaften bezüglich Feuchte- und Wärmeregulierung eine wichtige Rolle. Allerdings wird das Potenzial auf Grund der Verwendung veralteter oder geschätzter Kennwerte oft nur ungenügend ausgeschöpft. Durch die neue Datenbank mit relevanten Kennwerten zum Feuchte- und Wärmetransport von Holz und Holzwerkstoffen wird die Grundlage für einen effizienten Umgang mit dem Werkstoff Holz geschaffen.
Die Datenbank steht den interessierten Fachkreisen zur freien Verfügung. Um zur Datenbank zu gelangen, muss bei der Gruppe Holzphysik des Instituts für Baustoffe (ETH Zürich) ein Passwort angefordert werden.
Datenbank Kennwerte Holzwerkstoffe
Holzwolle in Form
Werkstoffmonographie "Holzwolle" von Hanspeter Frey
erschienen in edition Ylichtensteig
Schweizer Standard für Holzwolle
Alles Holz!
Man kann damit Möbel und Häuser bauen, Erdgas und Treibstoff daraus herstellen. Man schläft darin und zieht es an, bearbeitet es wie Kunststoff und brennt es wie Keramik. Holz ist vielseitig. Aber Holz hatte kein gutes Image, galt als altmodisch, verzopft, ausgereizt. Erst in letzter Zeit unter dem Eindruck von Klimawandel und CO2 Problemen, ändert sich das.

Sendung auf 3 Sat vom 6. Juli 2011
Immo Messe 2011
Auf über 150m2 zog der Stand von Lignum Holzkette St.Gallen an der Immo Messe die Besucher an. Blickfang war die Holzskulptur des Aktionsplans Holz. Schwerpunkte der Präsentation bildeten die Standteile zum Projekt "impulsholzsg", zum "Investieren in Laubholz" und zum "Sauber Heizen mit Holz". Sechs Betreuer und Betreuerinnen sorgten für eine umfassende und kompetente Beratung.
In einer öffentlichen Forumsveranstaltung informierte Bauingenieur Hermann Blumer über das Potenzial des Bauens mit Laubholz.
Die Gewinner des Wettbewerbs sind:
Frau Bigler mit dem Eichengartenbank
Rico Camenzind mit dem Cuboro Kugelspiel in Buche
Familie Graber mit der Peffermühle aus Eibenholz
Schlussbericht "Immo Messe 2011"
Exkursion der IG Holz Toggenburg in den Bayerischen Wald und in die Steyermark vom 13. – 15. Mai 2011

- Baumwipfelpfad Bayrischer Wald

- Wipfelwanderweg Almfrische Rauchau Reisegruppe

- Wipfelwanderweg Almfrische Rachau
Ernst Gmür, Rickenbach
Die Interessengemeinschaft Holz Toggenburg lud zu einer dreitägigen Exkursion in den Bayerischen Wald und in die Steyermark ein. 19 Teilnehmer/innen folgten der Einladung zu einer sehr informativen Besichtigungstour.
Baumwipfelpfad im Bayerischen Wald.
Erstes Reiseziel war Neuschönau im Bayerischen Wald, wo im März 2009 ein imposanter Baumwipfelpfad eröffnet wurde. Der 44 Meter hohe Baumturm beeindruckt einerseits durch seine technisch höchst anspruchsvolle Konstruktion und anderseits aber auch in der Art und Weise, wie er in seiner ovalen Form um die drei 38 Meter hohen Tannen und Buchen gebaut wurde. Auf die oberste Plattform des Turmes gelangen die Besucher über eine Stahlwendel-treppe und werden dann mit einer einzigartigen Aussicht auf den Bayerischen- und Böhmischen Wald belohnt.
Am Abend des ersten Exkursionstages informierten ein Vertreter der Bauherrschaft, der veranwortliche Architekt und ein Ingenieur der ausführenden Firma über die Baugeschichte, die Finanzierung und die erfolgsversprechenden Besucherzahlen.
Wipfelwanderweg Almfrische Rachau
Der höchst gelegene Baumkronenweg Europas liegt auf 870 m.ü.Meer in der Almfrischen Rachau in der Steyermark. Er ist auf einem Bergkamm angelegt und nur über eine kurvenreiche und schmale Forststrasse erreichbar. Mit einer Länge von 2.7 km, 1000 Treppentritten, 28 Türmen und vier Plattformen stellt deren Begehung eine gute körperliche Kondition voraus, was naturgemäss bestimmte Zielgruppen wie Kleinkinder, Ältere oder Invalide als Besucher ausschliesst. Der Wipfelwanderweg wurde nach einer Bauzeit von nur 12 Monaten im Februar 2009 eröffnet. Auch der zweite Exkursionstag wurde mit einer Information der Verantwortlichen abgeschlossen.
Brainstorming auf der Heimfahrt am Sonntagvormittag, 15. Mai 2011
Auf der Heimfahrt äusserten sich die Teilnehmer über ihre persönlichen Eindrücke an den beiden Exkursionstagen und Dölf Fäh, Präsident der IG Holz Toggenburg zog aussagefähige Schlüsse über allfällige Umsetzungsmöglichkeiten im Neckertal und im Toggenburg.
© Lignum 2011





